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Die Chili – scharf, schärfer, am schärfsten

Es gibt viele verschiedene Chilis, die sich im Geschmack und ihrer Schärfe stark unterscheiden – bei diesem scharfen Gewürz ist für jeden etwas dabei!

Auch bei Kamelur® kommen Sie in den Genuss besonders scharfer Chilis. Probieren Sie unser gemahlenes Habanero Chilipulver oder unsere ganzen getrockneten Chilischoten 'Birds Eye'. Beide Chilis erhalten Sie in bester Bio-Qualität und garantiert ohne Zusätze.

Die Geschichte der Chili

Die Chilischote stammt ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika und gilt als eines der ältesten Lebensmittel Amerikas. Schon in der Frühzeit wurden Chilis zum Würzen von Kartoffeln, Mais, Bohnen oder Maniok verwendet. Auch die Mayas schätzten den feurigen Charakter der Chili und schärften mit ihr den mit Mais und Honig verfeinerten heißen Kakao.

1492 brach der Entdecker Christoph Kolumbus mit dem Schiff auf, um kostbare Gewürze aus Indien nach Europa zu bringen. Statt nach Indien führte ihn seine Reise allerdings nach Amerika, wo er sich für die intensive Schärfe der Chilischote begeisterte. Erst im 17. Jahrhundert begann die Chili ihren eigentlichen Siegeszug durch ganz Europa.

Wie früher werden auch heute noch die gleichen Zutaten in traditionellen Chili-Gerichten verwendet, wie etwa in einem Gemüseeintopf oder in Mais-Tortillas. Chilis schärfen außerdem Tomatensaucen, Currys, Marinaden und Salsas so richtig ein.

Scharf gegessen...?

Die Mundhöhle brennt, die Augen füllen sich mit Tränen und einem wird merklich heißer – das sind die Nebenwirkungen beim Genuss einer scharfen Chili oder feurigen Speisen. Die Schärfe der Chilis wird bestimmt durch ihren Anteil an dem Scharfstoff Capsaicin, welches in den hellen Scheidewänden der Früchte produziert wird. 

Wir Menschen besitzen keine Nervenzellen für die Wahrnehmung scharf. Stattdessen nehmen wir Schärfe über unsere Hitze-Rezeptoren wahr. Der Scharfstoff Capsaicin besitzt die Fähigkeit, unsere Hitze-Rezeptoren zu täuschen und die Schmerzgrenze der wahrgenommenen Temperatur auf 37°C herabzusenken. Somit nehmen wir mit Chili gewürztes Essen als heiß wahr, ohne dass es wirklich zu einer Temperaturerhöhung im Mund kommt. Ist dieser Schärfe-Reiz zu groß, empfinden wir Schmerz.

Ein Vorteil hat der Genuss von Chilis jedoch: Es werden Glückshormone freigesetzt, um den Schmerz besser ertragen zu können. Scharf essen macht also glücklich. Allerdings kann dieser Effekt mit der Zeit etwas abgemildert werden, da die Hitze-Rezeptoren sich an das Capsaicin gewöhnen und unser Körper nicht mehr so stark auf diesen Stoff reagiert.

Wenn empfundene Schärfe nicht mehr auszuhalten sind, helfen am besten fetthaltige Lebensmittel wie Joghurt, Milch, Eis oder Käse. Auch Alkohol oder Brot können Abhilfe schaffen. Was auf keinen Fall bei zu großen Schärfeempfinden hilft, ist Wasser. 

Warum sind Chilis eigentlich so scharf?

Wilde Chilisorten sind meist klein, rund und sehr scharf. Vögel tragen einen wichtigen Teil zur Verbreitung der Chilipflanze bei, in dem sie die Chilischoten fressen. Die ausgeschiedenen Samen können dann an einer anderen Stelle wieder neu auskeimen. Da Vögel keine Rezeptoren für die Wahrnehmung scharf besitzen, kann ihnen -  im Gegensatz zu Säugetieren - die Schärfe der Chilis nichts anhaben. So hat die Chilipflanze mit der Entwicklung einer intensiven Schärfe eine gute Methode gefunden, sich zu verbreiten.

Mit der Kultivierung durch den Menschen entwickelten sich immer mehr Chilisorten. Heute unterscheidet man 5 Hauptsorten, welche jeweils verschiedene bekannte scharfe Vertreter hervorgebracht haben: Die wichtigste und am weitesten verbreitete Sorte ist die Capsicum annuum, zu denen die Jalapeño, die Cayenne sowie die gewöhnliche Gemüsepaprika zählen. Eine weitere wichtige Sorte ist die Capsicum chinense, unter denen auch die Habanero Chilischote ist. Diese Sorte ist wegen ihres fruchtigen Geschmacks bei Kennern sehr beliebt. Auch die Birds Eye Chilischote und die berühmte Tabasco Chili sind für ihren fruchtigen Geschmack und ihre intensive Schärfe bekannt und zählen zur Sorte der Capsicum frutenscens. Weitere Sorten sind die Capsicum baccatum und die Capsicum pubescens.

Wie kann die Schärfe der Chilis gemessen werden?

1912 entwickelte der amerikanische Chemiker Wilbur Lincoln Scoville ein Verfahren, um den Capsaicin-Gehalt und somit die Schärfe von Chilis anhand einer Skala schätzungsweise abzumessen. Die Schärfeskala reicht von 0 Scoville (Gemüsepaprika) bis 16 Millionen Scoville (chemisch reines Capsaicin in kristalliner Form). 

Die schärfsten Chilischoten der Welt: Die Birds Eye und die Habanero Chilischote erreichen jeweils einen Wert auf der Scoville Skala von 120.000, was schon als sehr scharf eingestuft werden kann. Die Sorte Bhut Jolokia erreichte einen Wert von 1 Mio. Scoville. Übertroffen wurde dieser Wert von der Sorte Carolina Reaper mit 2,2 Mio. Scoville sowie von der Sorte Dragon's Breath mit einer angeblichen Schärfe von knapp 2,5 Mio. Scoville.

Tags: Gewürze
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