Kokosblütenzucker als Zuckerersatz - Darum ist der Zucker der Kokospalme so beliebt

So wird Kokosblütenzucker hergestellt

Wie der Name bereits verrät, wird der Kokosblütenzucker, auch Palmzucker genannt, aus der Blüte der Kokospalme hergestellt. Die Anbauregionen sind nahezu über die ganze Welt verteilt und reichen von der Karibik, über den afrikanischen Kontinent bis nach Südostasien. Aufgrund des großen Verbreitungsgebietes gibt es auch Unterschiede in Farbe und Geschmack des Zuckers. Während indischer Zucker eine eher dunklere Farbe und kräftigere Geschmacksnuancen hat, ist der karibische Zucker deutlich heller und milder im Geschmack.

Um den Zucker zu gewinnen müssen die Arbeiter die Kokospalme bis zu den Blütenständen erklimmen. Diese werden abgebunden, bevor sie austreiben können. Nun werden die Enden mit einem Messer eingeritzt, wodurch der Nektar aus der Palme austreten kann. Aufgefangen wird dieser durch große Holzgefäße, welche über den Blütenstand gestülpt werden. Diese Arbeit erfordert Fingerspitzengefühl, denn ein zu tiefer Schnitt kann mitunter schädigend für die ganze Palme sein.

Der ausgetretene Nektar muss nun im nächsten Schritt zügig weiterverarbeitet werden, da er sehr schnell zu gären beginnt. Also wird die Flüssigkeit über offener Flamme eingekocht. In diesem Schritt entscheidet sich, ob der Nektar zu Kokosblütensirup oder zu Kokosblütenzucker verkocht wird. Kocht man den Nektar nur entsprechend kurz ein, verdampft weniger Flüssigkeit, wodurch letzendlich der cremige Sirup entsteht. Für den Zucker muss er jedoch noch weiter gekocht werden. Hat er die gewünschte Konsistenz erreicht, wird die Flamme gelöscht und die Masse kristallisiert beim Erkalten aus. So entstehen große Blöcke, welche in einem letzten Schritt noch bis zur gewünschten Größe vermahlen werden. So findet der Kokosblütenzucker dann den Weg in die ganze Welt.

Die Besonderheiten des Naturzuckers

Kokosblütenzucker wurde besonders aufgrund seines verhältnismäßig niedrigen glykämischen Indexes bekannt. Dieser gibt an, wie stark ein Lebensmittel den Blutzuckerspiegel steigen lässt. Während niedrig-glykämische Lebensmittel den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen lassen, rufen hoch-glykämische Proukte einen schnellen Anstieg hervor. Aus diesem Grund zählen auch viele Diabetiker auf die natürliche Zuckeralternative. Zum Vergleich: Kokosblütenzucker besitzt einen Index von 35, ein Apfel besitzt einen Index von 38 und herkömmlicher Haushaltszucker einen Index von 68.

Auch seine Vielzahl an unterschiedlichen Inhaltsstoffen heben ihn deutlich vom langweiligen, weißen Zucker ab. Über 40 verschiedene Inhaltsstoffe, darunter Mineralien und Vitamine und eine Vielzahl an unterschiedlichen Kohlenhydraten kann der Kokoszucker aufweisen.

So können Sie den Palmzucker verwenden

Der Kokosblütenzucker kann nahezu wie normaler Haushaltszucker eingesetzt werden. Egal ob als süßende Zugabe zu Kaffee und Tee, im Dressing, oder als besondere Note im Milchreis. Jedoch bringt der Zucker nicht nur süße, sondern auch eine karamellig-würzige Note mit sich. Diese ist eventuell nicht für alle Speisen geeignet. Auch bei Feingebäck sollten Sie nur einen Teil des Zuckers durch Kokosblütenzucker ersetzen. Denn dieser ist deutlich gröber als normaler Zucker und kann unter Umständen auch leicht klumpen. Dies können Sie jedoch ganz leicht verhindern, indem Sie den Zucker ein paar Sekunden im Mixer zerkleinern.

Tags: Zucker
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