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Was hat zugesetzter Zucker in Lebensmitteln für Babys zu suchen?

Die Geburt des eigenen Kindes ist eines der schönsten Ereignisse im Leben und lässt uns die Welt aus einem neuen Blickwinkel betrachten. Schon von Anfang an machen sich viele Eltern Gedanken, was das Beste für ihr Baby ist. 

Sobald sich das Baby für 'richtiges Essen' interessiert, stellt sich die entscheidende Frage: Selbst kochen oder auf fertige Babyprodukte zurückgreifen?

Mit etwa 6 Monaten ist ein Baby bereit, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Ab diesem Zeitpunkt liegt es in der Hand der Eltern, welche Lebensmittel sie ihrem Kind anbieten möchten.

Einige lesen vielleicht schon vor der Geburt Ernährungsratgeber, um ihrem Baby durch ausgewogenes selbstgekochtes Essen einen optimalen Start ins Leben zu ermöglichen. Andere vertrauen auf die fertigen Produkte der Lebensmittelindustrie.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. empfiehlt bei selbstgekochtem Essen ganz auf Zucker zu verzichten. Bei fertigen Lebensmitteln für Babys rät sie zu Produkten mit geringem Zuckergehalt, denn ein zu hoher Zuckerkonsum kann schon bei den Kleinsten zu Karies oder Übergewicht führen.

Viele Eltern in Deutschland entscheiden sich für die fertigen Produkte aus dem Supermarkt oder der Drogerie. Warum auch nicht? Schließlich ist ein Breigläschen schnell warm gemacht und fertiges Pulver für die Trinkmahlzeit oder den Grießbrei rasch in Wasser eingerührt. Außerdem bieten diese Produkte eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen und erfüllen gleichzeitig hohe Qualitätsstandards. Doch ein Blick auf die Zutatenliste solcher Produkte verrät: In diesen ist viel zu viel Zucker enthalten. 

Warum dürfen Babyprodukte zugesetzten Zucker enthalten und wie hoch ist der Grenzwert?

Fertige Lebensmittel für Säuglinge und Kleinkinder müssen von der EU festgelegte Normen erfüllen. Diese Normen beinhalten Vorgaben zur allgemeinen Nährstoffzusammensetzung und zum Vitamingehalt. Des weiteren dürfen Fertigprodukte keine Pestizide enthalten und eine mögliche Keimbelastung wird durch regelmäßige Kontrollen ausgeschlossen.

Diese EU-Normen sind in der sogenannten 'Diätverordnung' im deutschen Recht festgelegt. Jedoch hat die Diätverordnung einen entscheidenden Haken: Einem Fertigprodukt für Säuglinge und Kleinkinder dürfen verschiedene Zucker und Aromen zugesetzt werden. Dies trifft vor allem für Babykekse, Breie und Teegranulate zu. 

Der festgelegte Grenzwert für den maximal enthaltenen Zucker ist in der 'Diätverordnung' in Abhängigkeit vom Kaloriengehalt angegeben. Eine Vorgabe lautet beispielsweise: Saccharose (üblicher Haushaltszucker), Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker) dürfen mit einem Anteil von 7,5g/100kcal im Produkt enthalten sein (Anlage 19, Absatz 3.1).

Hier ein Produktbeispiel zum Nachrechnen: Der Nährstoffgehalt eines Babykekses beträgt ungefähr 400kcal. Folglich ist ein Zuckeranteil von über 28g pro 100g in diesem Lebensmittel zulässig. Das entspricht ungefähr dem Zuckergehalt eines handelsüblichen Milcheises! 

Obwohl solch ein hoher Zuckergehalt im Widerspruch zu den wissenschaftlichen Vorgaben steht, dürfen die Firmen für ihre überzuckerten Produkte Werbung machen. So kann es sein, dass auf den Verpackungen solcher Lebensmittel die ausgewogene Rezeptur oder die natürlichen Zutaten beworben werben. Zusätzlich vermitteln süße Comicfiguren den Eltern beim Kauf ein sicheres Gefühl.

Warum wird Babyprodukten überhaupt so viel Zucker und Aroma zugesetzt?

Es ist allgemein bekannt, dass Kinder süße Lebensmittel bevorzugen. Jedoch verfolgt die Lebensmittelindustrie nicht nur eine höhere Beliebtheit ihrer Produkte bei kleinen Kindern. Sie möchte auch eine Geschmacksprägung auf derartig süße Produkte erreichen. Denn die Kleinsten sind die Kunden von morgen. Wer als Kind aromatisierte und stark gesüßte Lebensmittel isst, bevorzugt solche auch im Erwachsenenalter. Damit ist zwar ein steigender Umsatz für die Lebensmittel-Unternehmen gesichert, gleichzeitig wird aber die Gesundheit der Kinder gefährdet.

Wie erkennt man den Unterschied zwischen dem im Produkt natürlich enthaltenen Zucker und zugesetzten Zucker?

Seit 2016 muss der Gesamtzuckergehalt für Baby- oder Kinderprodukte auf der Verpackung je 100g bzw. 100ml angegeben werden. Dieser Gesamtzuckergehalt schließt den im Produkt natürlich vorkommenden Zucker sowie den nachträglich zugefügten Zucker mit ein.

Egal ob natürlich oder zugesetzt – Zucker bleibt Zucker und dieser ist in zu hohen Mengen ungesund! Deshalb lohnt sich ein Blick in die Zutatenliste: In dieser sind alle nachträglich zugesetzten Zucker aufgeführt. Zugesetzter Zucker versteckt sich hinter Namen wie Dextrose, Glucosesirup, Maltose, Molkenpulver, Fructose oder Apfelsaftkonzentrat. Diese Auswahl an Zuckerbezeichnungen ist nur ein Bruchteil der möglichen Namen für Zucker in der Zutatenliste.

Unser Fazit:

Babyprodukte sind teilweise alles andere als babyfreundlich! Sie beinhalten oft zugesetzten Zucker und sind sogar mit künstlichen Aromen angereichert (ausgenommen die Anfangsmilch für Säuglinge). Mit solchen Produkten wird eine ungesunde Ernährung bei Säuglingen und Kleinkindern gefördert, auch wenn die ausgewogene Rezeptur ein gesundes Lebensmittel suggeriert.

Aus diesem Grund sollte auf Fertigprodukte für Babys und Kleinkinder weitestgehend verzichtet werden. Wenn Du trotzdem fertige Lebensmittel verwenden möchtest, solltest du den Zuckergehalt in der Nährwerttabelle und die Zutatenliste genau anschauen. Je geringer der Zuckeranteil und je weniger zugesetzte Zucker in der Zutatenliste aufgeführt sind, desto besser.

Auch wenn man es nicht denkt, Babybrei & Co. können selber ohne größeren Aufwand hergestellt werden. Achte dabei auf frische und natürliche Lebensmittel, am besten in Bio-Qualität.

Babyprodukte, wie Babykekse oder Obst-Smoothies, die vor allem als Zwischenmahlzeit verwendet werden, sollten durch 'normale Lebensmittel' ausgetauscht werden. So können beispielsweise Babykekse durch zuckerarme Kekse oder Cracker aus Vollkornmehl ersetzt werden. Statt zuckerreicher Obst-Smoothies sollte frisches Obst verwendet werden. Diese Varianten sind gesünder und außerdem preiswerter.

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